James Francis Gill - Unikate Galerie Baumgartl

Ab 29. März 2019

 

JAMES FRANCIS GILL - KURZBIOGRAFIE

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James Francis Gill wurde 1934 in Tahoka, Texas geboren. Er ging in San Angelo zur High School. Nach seiner Zeit bei den Marines besuchte er das College von San Angelo um danach seine Ausbildung an der Universität von Texas in Austin abzuschließen. Von 1956-1960 studierte Gill Architektur und arbeitete als Bauzeichner in Midland, TX und Odessa, TX. Von 1960-1961 studierte er mithilfe eines Stipendiums an der Universität von Texas, Austin Malerei.

1962 verließ er Texas und zog nach Los Angeles, Kalifornien. Die Unterstützung seines ersten Galeristen Felix Landau war entscheidend für Gills frühen Eintritt in wichtige private und öffentliche Sammlungen. Felix Landau war einer der angesehensten Kunsthändler dieser Zeit, mit Galerien an der Westund Ostküste. Film- und Musikstars, Kunstliebhaber und Geschäftsleute sammelten in den 1960ern seine Werke. Bekannte Printmedien, wie z.B. das TIME Magazine, beauftragten Gill mit der Gestaltung ihrer Titelseiten. Hollywood-Stars wie John Wayne und Tony Curtis wurden von ihm portraitiert. Während seines Aufenthalts in Los Angeles wurden seine Gemälde und Zeichnungen in die Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, des Art Institute of Chicago, des Whitney Museum of American Art, New York, sowie von vielen Museen an der Westküste aufgenommen. Große nationale Konzerne wie die Mead Corporation und die Time-Life Corporation kauften seine Gemälde für ihre Sammlungen. Kurz nach dem Tod von Marilyn Monroe im Jahr 1962 nahm das Museum of Modern Art, New York das Marilyn Triptych in seine ständige Sammlung auf. Das Marilyn Triptych hat demnach einen zentralen Platz in Gills Gesamtwerk.

1965 lehrte Gill an der University of Idaho, Moscow, ID, im Jahr 1969 an der University of California, Irvine, CA. 1970 wurde ihm eine Gastprofessur an der Universität von Oregon in Eugene, OR angeboten. 1965 zeigte das Museum of Modern Art, New York Gills Zeichnung „Laughing Woman in Car and Close-up“ zwischen Zeichnungen von Picasso und Odilon Redon. 1966 wurde Gill von der Marine gebeten, an dem Programm „Art Cooperation and Liaison“ teilzunehmen, welches bedeutendes, zeitgenössisches Geschehen für die Öffentlichkeit festhielt. Hierfür wurde er an Bord der ersten U.S.S. Enterprise eingeladen.

1967 wurde James Gill zusammen mit Künstlern wie Andy Warhol, Robert Indiana, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Claes Oldenburg und Edward Hopper ausgewählt, um die Vereinigten Staaten in Brasilien bei der „Sao Paulo 9 Biennale“ zu vertreten. Die Ausstellung führte zu Gills Durchbruch in der internationalen Kunstwelt. Ab diesem Zeitpunkt wurden seine Werke in die Sammlungen von weiteren großen, internationalen Museen aufgenommen.

SELECTED RECOGNITIONS & AWARDS

  • Das Museum of Modern Art, New York nimmt Gills Kunst in seine permanente Sammlung auf (Marylin Triptych), 1962.

  • Das Museum of Modern Art, New York nimmt weitere Kunst von Gill in die Sammlung auf, 1965.

  • Gill wird von der US-Navy angefragt, ob er am Programm 'Navy Art Cooperation and Liaison' teilnimmt, 1966.

  • Teilnahme an der Sao Paulo Biennal, 1967.

  • Titelbild von James Gill, TIME Magazine, Alexander Solzhenitsyn, September 1968 – Auftragsarbeit für den Herausgeber.

  • Retrospektive, Museum of Fine Arts, San Angelo/TX, 2005.

Stars aus Film und Musik sowie Kunstliebhaber und Geschäftsleute sammelten Kunst von James Francis Gill in den 1960er-Jahren. Gill wurde beauftragt die Cover von bekannten Printmedien wie zum Beispiel das TIME Magazine zu gestalten. Hollywood-Stars wie John Wayne und Tony Curtis baten ihn, sie zu portraitieren.

Während seiner künstlerischen Phase in Los Angeles, wurden seine Werke in die Sammlung international bedeutende Museen wie etwa das Museum of Modern Art, New York, das Art Institute of Chicago, das Whitney Museum of American Art, sowie in viele Museen der Westküste aufgenommen. Einrichtungen wie die 'Mead Corporation' und 'Time-Life' nahmen zu dieser Zeit ebenfalls Gills Werke in Ihre Sammlungen mit auf.

Im Jahr 1972 ging Gill in ein selbst auferlegtes Exil, in der Erwartung, eine Art Fernbeziehung zur Kunstszene aufrechterhalten zu können. Er wollte seinen künstlerischen Ausdruck ohne die Zwänge der materiellen Welt weiterentwickeln. Gill hörte nie auf zu malen, zeigte seine Werke bis Ende der 90er Jahre jedoch nicht der Öffentlichkeit. Um 1987 inspiriert ihn seine Arbeit mit Computern bei der Anfertigung von Architekturzeichnungen zur Benutzung des Computers als künstlerisches Zeichenwerkzeug.

Sein Leben änderte sich dramatisch, als er 1997 einen Anruf von David McCarthy erhielt, der einen Artikel für das Kunstmagazin des Smithsonian American Art Museum schrieb. Dieses Interview markierte den Beginn seiner Wiederentdeckung.

Im Jahr 2005 fand in seiner Heimatstadt San Angelo im Museum of Fine Arts eine große Retrospektive statt. Um 2007 begann Gill‘s späte kreative Phase, mit seiner eigenen, einzigartigen Kombination von Abstraktion und Porträtmalerei. Im Gegensatz zur Dominanz der politischen Themen in seinen frühen Arbeiten, konzentriert sich Gill nunmehr auf die Präsentation von klassischen Pop-Art-Ikonen wie Marilyn Monroe, Liz Taylor, Grace Kelly, John Wayne und Paul Newman.

EINLADUNG ZUM WEEKEND GALLERY OPENING

IN DER PRANNERSTR. 5

Freitag 30.11.2018 17 - 22 Uhr

Samstag 01.12.2018 11 - 20 Uhr

Sonntag 02.12.2018 11 - 20 Uhr

„My new Love“

Lange Zeit lief ich traurig durch die für mich schönste Stadt Deutschlands.

Eine komplette Fehldisposition mit Übernahme einer Galerie ohne Schaufenster, noch dazu im Keller ohne Tageslicht gelegen, machte mir das Leben schwer in der Briennerstraße. Dazu gesellte sich der Verlust einer mehr als großen Liebe. SO hatte ich mir meine Rückkehr vom Chiemsee nach München nicht vorgestellt. Ohne in Depression verfallen zu sein, war mir mein Kummer anzusehen und ich erkrankte schwer. Ich beschloss, mein Leben grundlegend zu ändern.

Ein Zufall führte mich in die Prannerstraße, durch die ich schon als kleiner Bub mit meinem Großvater gerne gelaufen bin. Eine kleine Ladeneinheit stand zur Neuvermietung an. Und schon fingen die selbst gestellten Fragen an. Hier? Ja! Ich mag diese Straße. Rückseite des Hotels „Bayerischer Hof“? Wunderbar! Mehrere Galerien nebenan? Umso besser! Viel zu klein und als Galerie gänzlich ungeeignet? Schwierig! Hier brauchst Du Hilfe! Willst Du das wirklich? Ich wollte. Und so stand ich Anfang September dieses Jahres vor zwei Baustellen. Die eine war der Umbau des kleinen Ladens zu einer Galerie – nur 75 Quadratmeter groß, aber mit 75 Metern laufender Wand (sic!) – die andere, genauso spannend, war es, neue Kunst zu finden.

Baumgartl! Was hat Dir in bald 20 Jahren Galerietätigkeit so richtig Spaß gemacht? Die opulenten Gelage waren es sicherlich nicht alleine. War es die Ausstellung „Wiedergewonnene Verluste“ mit noch nie gezeigten Werken aus dem Nachlass von Karl Hofer, war es „Sie kommen“ mit Helmut Newton oder war es die einjährige Zeitreise mit Gunter Sachs? Was war es? Bei der Beantwortung dieser mir exorbitant wichtigen Frage war ich radikal, trennte mich von meinem kompletten Kunstbestand und nahm ein leeres Blatt weißes Papier.

Spaß soll es machen, frech darf es sein, erotisch angehaucht gefällt dem Wieder-Junggesellen, gewagt gerne, anspruchsvoll versteht sich von selbst, nichts durch das Internet multipel Verramschtes und so ging es los.

Gefunden haben sich für den ersten Schlag Werke von Georg Baselitz, Mel Ramos, Alireza Varzandeh, Stefan Hoenerloh, Helmut Newton, Bettina Rheims, Nobujoshi Araki, David Lachapelle, Günter Herrmann, Andrei Krioukov, Dan Pyle, James Francis Gill, Gary Mirabelle, Otmar Alt, Gunter Sachs, Thomas Karsten, Heiner Meyer, Augustus Goertz, James Rizzi, Manzur Kargar, Paolo Brugiolo, Roman Träxler, Sandro Chia, Allen Jones, Jürgen Schmiedekampf, Sara Pope, Hening Way und A.R. Penck – und nicht zu vergessen ein herrliches, limitiertes Buch „Ferrari“ aus dem Taschen Verlag.

Und so ist die superkleine, aber feine Galerie gehübscht genug, um Sie am ersten Adventswochenende 2018 empfangen zu wollen. Picasso sagte „Love is the greatest refreshment in life“ und so lassen Sie sich inspirieren und schenken Sie mir Ihre Aufmerksamkeit für „My new Love“.

Herzlichst Ihr

Andreas Baumgartl